Thomastagskneipe 20.12.2025

26 12 25 - 13:29

Traditionell zum Ende des Jahres, luden unsere Kartellfreunde esv. FAAV Karbonaria und esv FStV Albania in „ihr“ Nürnberg zur Feier des Thomastages ein. Die Veranstaltung stellt jedes Jahr einen Höhepunkt im Farbenleben und somit auch innerhalb des PSC dar, was sich auch an der Teilnehmerzahl von 30 Farbenträgern (inklusive fünf Fuxen) erkennen ließ. Diesen fortwährenden Einsatz Karbonariae und Albaniae für das aktive Farben- und Kartellleben honorierte das vollständig vertretene Kartellpräsid mit einer Runde Freibier.

Neben den Gastgebern fanden sich im Kneipsaal daher auch die Farben Bamwerviae und Arminiae aus der Domstadt Bamberg, von wo aus auch zwei FbFb der Hansa angereist kamen. Aus der Fuggerstadt Augsburg bereicherte eine stattliche Abordnung der Philisteria mercatura die Kneiptafel. Mit „Huber-Drives“ reisten auch einige KbKb der Ludovicia aus Ingolstadt an. Und selbstverständlich konnten bei diesem Event auch wir Alemannen nicht fehlen -  fünf BbBb partizipierten an der hochoffiziellen Kneipe.

Gewohnt routiniert leiteten die beiden Erstchargierten im Wintergarten des „Südlokals“ in der Galvanistraße der Noris durch das Programm. Die Festansprache widmete unser Kb v. Bonsai dem Cantus „Wenn alle untreu werden“, dessen Entstehung sowie Bedeutung auf vergangene und aktuelle Zeiten. Der feierliche Rahmen bot den Conkneipanten die passende Gelegenheit sich nicht „nur so“ auszutauschen, sondern auch Freundschaften mit dem Tausch von Couleur zu verfestigen – und nicht nur das, unsere lieben Karbonaren sind um einen Bundesbruder reicher geworden.

Wie den meisten Alemannen bereits bei der Aufzählung der Bünde ersichtlich geworden sein dürfte, war nach dem Hochoffiz natürlich nicht Schluss. Obgleich das turmhohe Präsid die Kneipereien mit einem „zieht“ beendete, schallten stimmgewaltig einschlägige Cantus aus den Kehlen von 18 verbliebenen Sängern. Der Versuch die ausgelassene Corona über einen „Ersatz-Schläger“ in geregelte Bahnen zu lenken kann zwar sicherlich als Fehlschlag tituliert werden, tat der Stimmung aber in keinster Weise einen Abbruch.

Gestärkt von Ingolstädter Plätzchen, die noch weit nach Mitternacht herumgereicht wurden, traten die Anwesenden nach und nach die Heimreise an.

Wir senden vielen Dank und ein „bis nächstes Jahr“ in unsere Nachbarstadt!

 

Weinfahrt nach Ipsheim - 15.11.2025

30 11 25 - 12:42

Die alljärliche Weinfaht ging dieses Mal nach Ipsheim, wo der Bus vor dem Weingut Heindel halt machte. Dort wurde der Abend mit dem üblichen Secco eröffnet und die Alemannenfamilie durch die Winzerin des Hauses begrüßt.

Neben der anschließenden Runde durch den Weinkeller – oder in diesem Fall eher eine Weinscheune – konnte als ein Highlight sicherlich auch die Begehung der hauseigenen Destillerie des ökologischen Betriebs betrachtet werden. Während den launigen Führungen, die durch den Senior-Chef und den Winzer geleitet wurden, erhielten die Mitfahrer nicht, wie zumeist, nur Einblicke in die Geschichte des Weinguts und in die klassische Weinherstellung, sondern auch Informationen über den administrativen Aufwand, der mit dem Erzeugnis „Alkohol“ einher geht.

Wieder in der Weinstube zurückgekehrt, wurde, neben der Grundlage für die eigentliche Weinprobe, die auf üppigen Tellern serviert wurde, ein Müller-Thurgau ausgeschenkt. Die daraufhin folgenden beiden Silvaner sorgten zumindest am Tisch der Aktivitas für Diskussionen; waren es wirklich zwei verschiedene oder doch ein und derselbe Wein? Obwohl vieles für zweiteres sprach – beides mal war die Farbe weiß und die Flasche von gleicher Form – mussten die jungen Weinsommeliers den Worten des Winzers gegenteiliges entnehmen. (Anmerkungen des Verfassers: Einfach beim nächsten Mal unterschiedliche Flaschenformen nutzen – wie soll man das denn sonst erkennen).

Die Beschreibung des fünften Weines macht es dafür umso einfacher. Beim sog. „Erlkönig“ handelte es sich um einen Tropfen, dessen Rebsorte nicht näher spezifiziert wird – die Bewertung war dadurch mit einem „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“ zu treffen. Dem Vernehmen nach fiel das Urteil erfreulicherweise und mehrheitlich auf „schmeckt“.

Von „weit weg“ kamen die Reben des letzten Weines, eines Regent. Dessen Trauben wachsen auf Rebstöcken einige Kilometer entfernt des Hofes und tragen auf diese Weise zur Namensgebung bei. Während dieser Rotwein die offizielle Weinprobe beendete, eröffnete er gleichzeitig den Exteil des Abends. Dieser wurde durch die Vorstandschaft mit großzügigen Spenden commentmäßigen Stoffes und auch dem ein oder anderen Gläschen nicht ganz so commentmäßigen Stoffes versüßt. Somit konnten alle Anwesenden die Gespräche mit benetzen Kehlen führen und den gemeinschaftlichen Teil des Ausfluges genießen, bevor sich der Bus wieder gen Fürth in Bewegung setzte.

 

Landesvaterkneipe anlässlich 35-jähriger Wiedervereinigung in Ingolstadt am 03.10.2025

09 10 25 - 20:40

Bereits mit Ankündigung, dass unsere Kartellbrüder einer StAV! Ludovicia zu Ingolstadt zum 35 jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands eine Landesvaterkneipe im Kreise und gemeinsam mit dem PSC veranstalten würden, war klar, dass Alemannen mit von der Partie sein würden. Und so traten, trotz kurzfristiger, krankheitsbedingter Ausfälle, am 03.10.2025 fünf Bundesbrüder über die Schwelle des Peterskeller. Während sich nur ein kleiner Teil der Kneipanten erst kurz vor Beginn einfand, konnten sich die weiteren Teilnehmer beim vorherigen, gemeinsamen Abendessen im Gasthauss "Weißbräuhaus", das nur wenige Minuten entfernt liegt, bereits begrüßen.

Die bunten Mützen, die dann später zum Contraschlag vor die Brust der Conkneipanten gehalten wurden, spiegelten den interkorporativen Charakter einer solchen, besonderen Veranstaltung wider. Neben dem schwarzen Samt einer ehrenfesten B! Bavaria zu Nürnberg konnte man den blauen Stoff der AAV! Philisteria mercatura zu Augsburg und der StV! Germania zu Straubing erblicken. Unter den violetten Burschenhüten fanden sich nicht nur die der Gastgeber sondern auch die von drei Vertretern der StV! Vindelicia zu Simbach am Inn. Und flankiert vom grün der FB! Arminia zu Bamberg und dem Rot der FAAV! Karbonaria zu Nürnberg sowie der FStV! Albania zu Nürnberg, strahlte das Weiß unserer Alemannia.

Aber nicht nur in der Corona war es farbenfroh, sondern auch am Präsid. Die Chargierten des Abends - jeweils Einer der Ludovicia (Kb Puffo) und der Germania (Kb Neo) und durch unseren hohen Senior Sinissimus komplettiert - eröffneten sodann die Kneipereien. Die Zusammenstellung des Präsides bildete somit nicht nur den PSC-Charakter ab, sondern auch den Geist der Wiedervereinigung, befanden sich doch Kartellbrüder aus Ost und West in den Fläusen.

Obwohl die Stimmung von Beginn an als durchaus launig zu bezeichnen war, wurde das Silentium während der Eröffnungsworte von Kb Puffo und Festrede von Kb Passat strikt eingehalten, was alleine schon Beweis genug für die vortreffliche Wahl ihrer Worte sein sollte. 

Wie alle Cantus, hallten auch die Pauks der feierlichen Landesvaterzermonie stimmgewaltig von der Gewölbedecke und sorgten somit für ein besonders intensives Gefühl, als sich die Klinge durch die Mütze schnitt. Der gleiche Gänsehautmoment entstand beim Absingen der Nationalhymne - wohingegen die Bayernhymne als Franke etwas schwerer von den Lippen ging.

Mit der offiziellen Beendigung des Hochoffiz - oder war dieses bereits zuvor schon mit dem Cantus "Dort Saaleck hier die Rudelsburg" besiegelt ? - wurde die Führung durch einen Exteil offen zur Verfügung gestellt. Diesem Angebot folgten zwei Conkneipanten und sorgten für einen mehr als würdigen Ausklang des Abends, der bis weit nach Mitternacht dauerte. Wer die beiden Freiwilligen waren, sei an dieser Stelle nicht gesagt - nur soviel, möglicherweise kippte sich einer davon etwas, des vom PSC gesponsorten Kneipstoff, in seinen Latschen...