Traditionskneipe zum 117. Stiftungsfest
18 01 26 - 20:13
Schon lange bevor die hochoffizielle Traditionskneipe zum 117. jährigen Bestehen unseres blau-gold-roten Freundschaftsbundes durch die Chargia eröffnet wurde, konnte man einige Bundes- und Farbenbrüder im Kneipzimmer des Grünen Baums antreffen. Viele um noch eine Stärkung vor den Kneipereien einzunehmen, jedoch alle um sich am Kneipstoff und der Gesellschaft zu erfreuen.
Spätestens mit dem Contraschlag, des semestererfahrenen Präsides bestehend aus Pinocchio, Konfusius und Schnapp, waren nur noch sehr vereinzelt freie Stühle in der Corona zu sehen. Gäste aus Nürnberg, Ingolstadt und Fürth brachten im wahrsten Wortsinn noch mehr Farbe an die Kneiptafel. Dass der Abend einen ganz besonderen Verlauf nehmen sollte, wurde dann mit dem Eröffnungscantus spürbar, der auch bei einer stumm gebliebenen Bierorgel stimmgewaltig durch die Gustavstraße klang. Und so nahm der Abend seinen Lauf - an dieser Stelle sei auch explizit noch einmal die steile Lernkurve diverser Conkneipanten hervorgehoben, die sich nach anfänglich etwas eingerosteten Commentkenntnissen in kürzester Zeit wieder an die althergebrachten Gepflogenheiten erinnerten und diese tadellos befolgten.
Neben ehrvollen Aufgaben, wie Totenehrung und Würdigung für langjährige Treue und Zugehörigkeit, sollte aber auch die Festrede nicht fehlen. Dieser nahm sich heuer wiederholt unser Bb General v. Strack an. Kurzweilig, informativ und in seiner Vortragsweise einzigartig, lies er die Anwesenden an der Geschichte des Alkoholgenusses teilhaben – seine Redezeit widmete er dem Titel „„Im Rausch der Zeit – ein verschwommener Blick auf die Geschichte der Trunkenheit“. Aber leset gerne selbst!
Obwohl das Programm seit vermutlich 117 Jahren, mit Sicherheit jedoch seit dem 75. Stiftungsfest, dem gleichen Ablauf folgt, konnte man in diesem Jahr eine Neuigkeit auf der Veranstaltung beobachten. Zum ersten Mal konnten wir Alemannen sehen, wie Fb Kelly unser Goldenes Buch mit seinen künstlerischen Fertigkeiten für den Abend vorbereite. Sein anhaltender Einsatz wurde durch unseren turmhohen Philistersenior sodann auch spontan mit warmen Worten vor allen Anwesenden bedacht.
Apropos warme Worte – derer wurde unsere liebe Alemannia in der Redefreiheit von den Gästen reichlich bedacht. Unser Freundschaftsbund der Absolvia Fürth von 1877 im FAC (ja, unsere Absolven waren tatsächlich da – bitte verzeiht an dieser Stelle noch einmal den kleinen Fauxpas der verzögerten Begrüßung) ließ es sich tatsächlich nicht nehmen, Grußworte durch jeden anwesenden Vertreter zu entbieten!
Die alte Burschenherrlichkeit, die den hochoffiziellen Teil des Abends beendete, schmetterten die Sänger der Diskomusik im großen Saal entgegen und ließen diese in ihrer Lautstärke verblassen. Danach blieben die Farbenträger im freundschaftlichen Miteinander auch lieber im schönen Kneipzimmer und ließen die Feierlichkeiten gebührend ausklingen.
Als immer währendes Fazit bleibt: Ein gelungener Abend, wie der vom 05.01.2026, lebt immer von denjenigen, die ihn miteinander verbringen!
Thomastagskneipe 20.12.2025
26 12 25 - 13:29
Traditionell zum Ende des Jahres, luden unsere Kartellfreunde esv. FAAV Karbonaria und esv FStV Albania in „ihr“ Nürnberg zur Feier des Thomastages ein. Die Veranstaltung stellt jedes Jahr einen Höhepunkt im Farbenleben und somit auch innerhalb des PSC dar, was sich auch an der Teilnehmerzahl von 30 Farbenträgern (inklusive fünf Fuxen) erkennen ließ. Diesen fortwährenden Einsatz Karbonariae und Albaniae für das aktive Farben- und Kartellleben honorierte das vollständig vertretene Kartellpräsid mit einer Runde Freibier.
Neben den Gastgebern fanden sich im Kneipsaal daher auch die Farben Bamwerviae und Arminiae aus der Domstadt Bamberg, von wo aus auch zwei FbFb der Hansa angereist kamen. Aus der Fuggerstadt Augsburg bereicherte eine stattliche Abordnung der Philisteria mercatura die Kneiptafel. Mit „Huber-Drives“ reisten auch einige KbKb der Ludovicia aus Ingolstadt an. Und selbstverständlich konnten bei diesem Event auch wir Alemannen nicht fehlen - fünf BbBb partizipierten an der hochoffiziellen Kneipe.
Gewohnt routiniert leiteten die beiden Erstchargierten im Wintergarten des „Südlokals“ in der Galvanistraße der Noris durch das Programm. Die Festansprache widmete unser Kb v. Bonsai dem Cantus „Wenn alle untreu werden“, dessen Entstehung sowie Bedeutung auf vergangene und aktuelle Zeiten. Der feierliche Rahmen bot den Conkneipanten die passende Gelegenheit sich nicht „nur so“ auszutauschen, sondern auch Freundschaften mit dem Tausch von Couleur zu verfestigen – und nicht nur das, unsere lieben Karbonaren sind um einen Bundesbruder reicher geworden.
Wie den meisten Alemannen bereits bei der Aufzählung der Bünde ersichtlich geworden sein dürfte, war nach dem Hochoffiz natürlich nicht Schluss. Obgleich das turmhohe Präsid die Kneipereien mit einem „zieht“ beendete, schallten stimmgewaltig einschlägige Cantus aus den Kehlen von 18 verbliebenen Sängern. Der Versuch die ausgelassene Corona über einen „Ersatz-Schläger“ in geregelte Bahnen zu lenken kann zwar sicherlich als Fehlschlag tituliert werden, tat der Stimmung aber in keinster Weise einen Abbruch.
Gestärkt von Ingolstädter Plätzchen, die noch weit nach Mitternacht herumgereicht wurden, traten die Anwesenden nach und nach die Heimreise an.
Wir senden vielen Dank und ein „bis nächstes Jahr“ in unsere Nachbarstadt!
Weinfahrt nach Ipsheim - 15.11.2025
30 11 25 - 12:42
Die alljärliche Weinfaht ging dieses Mal nach Ipsheim, wo der Bus vor dem Weingut Heindel halt machte. Dort wurde der Abend mit dem üblichen Secco eröffnet und die Alemannenfamilie durch die Winzerin des Hauses begrüßt.
Neben der anschließenden Runde durch den Weinkeller – oder in diesem Fall eher eine Weinscheune – konnte als ein Highlight sicherlich auch die Begehung der hauseigenen Destillerie des ökologischen Betriebs betrachtet werden. Während den launigen Führungen, die durch den Senior-Chef und den Winzer geleitet wurden, erhielten die Mitfahrer nicht, wie zumeist, nur Einblicke in die Geschichte des Weinguts und in die klassische Weinherstellung, sondern auch Informationen über den administrativen Aufwand, der mit dem Erzeugnis „Alkohol“ einher geht.
Wieder in der Weinstube zurückgekehrt, wurde, neben der Grundlage für die eigentliche Weinprobe, die auf üppigen Tellern serviert wurde, ein Müller-Thurgau ausgeschenkt. Die daraufhin folgenden beiden Silvaner sorgten zumindest am Tisch der Aktivitas für Diskussionen; waren es wirklich zwei verschiedene oder doch ein und derselbe Wein? Obwohl vieles für zweiteres sprach – beides mal war die Farbe weiß und die Flasche von gleicher Form – mussten die jungen Weinsommeliers den Worten des Winzers gegenteiliges entnehmen. (Anmerkungen des Verfassers: Einfach beim nächsten Mal unterschiedliche Flaschenformen nutzen – wie soll man das denn sonst erkennen).
Die Beschreibung des fünften Weines macht es dafür umso einfacher. Beim sog. „Erlkönig“ handelte es sich um einen Tropfen, dessen Rebsorte nicht näher spezifiziert wird – die Bewertung war dadurch mit einem „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“ zu treffen. Dem Vernehmen nach fiel das Urteil erfreulicherweise und mehrheitlich auf „schmeckt“.
Von „weit weg“ kamen die Reben des letzten Weines, eines Regent. Dessen Trauben wachsen auf Rebstöcken einige Kilometer entfernt des Hofes und tragen auf diese Weise zur Namensgebung bei. Während dieser Rotwein die offizielle Weinprobe beendete, eröffnete er gleichzeitig den Exteil des Abends. Dieser wurde durch die Vorstandschaft mit großzügigen Spenden commentmäßigen Stoffes und auch dem ein oder anderen Gläschen nicht ganz so commentmäßigen Stoffes versüßt. Somit konnten alle Anwesenden die Gespräche mit benetzen Kehlen führen und den gemeinschaftlichen Teil des Ausfluges genießen, bevor sich der Bus wieder gen Fürth in Bewegung setzte.